Hermes-Agenten im Dauerbetrieb: eine ganze Firma, die im Hintergrund arbeitet
Wie sieht es aus, wenn Agenten nicht nur auf eine Frage antworten, sondern dauerhaft mitarbeiten? Wir haben es mit Hermes gebaut: acht Agenten mit festen Rollen, ein gemeinsames Board, und aus einem Ziel werden von selbst Aufgaben.
- Bereich
- Agenten
- Projektmodell
- Eigenentwicklung
- Unternehmen
- Demo-Umgebung der KI-Gilde
- Laufzeit
- im Einsatz seit August 2026
- Ergebnis
- Acht Hermes-Agenten, die dauerhaft im Hintergrund Ziele zerlegen und abarbeiten
Projektmodell: Eigenentwicklung - Wir bauen, Sie nutzen. Manche Lösungen entstehen, weil uns der übliche Weg nicht überzeugt hat. Die bauen wir auf eigene Rechnung - fertig, betriebsbereit, mit eigener Roadmap. Sie bekommen kein Projekt, sondern etwas, das schon läuft.
Die meisten kennen KI als Chatfenster: Frage rein, Antwort raus. Hermes ist eine Plattform für Agenten, die dauerhaft laufen, sich erinnern und selbstständig arbeiten. Um zu zeigen, was das im Alltag bedeutet, haben wir darauf eine ganze Firma aufgebaut – acht Agenten mit festen Rollen, die rund um die Uhr im Hintergrund arbeiten.
Ausgangslage
Wir setzen Hermes in vielen Projekten als Agentenplattform ein. Was ein solcher Agent leistet, lässt sich schwer erklären, solange man ihn nicht arbeiten sieht – und eine Demo mit ein paar eingetragenen Beispieldaten zeigt ein totes System. Wir wollten eine Umgebung, in der man Hermes-Agenten tatsächlich im Betrieb zusehen kann.
Was wir gemacht haben
- Hermes als Plattform gesetzt. Hermes stellt das Gerüst: Agenten mit eigenem Gedächtnis, eigenen Werkzeugen und einem gemeinsamen Arbeitsstand.
- Acht Profile angelegt. Jedes Profil ist ein eigener Agent mit fester Rolle – von der Geschäftsführung über Produkt, Entwicklung, Buchhaltung, Support und Marketing bis zum IT-Betrieb. Keine Prompt-Vorlage, sondern eine Belegschaft.
- Eine Firma drumherum erfunden. Die MOLTJOBS GmbH ist ein Marktplatz, auf dem Menschen Aufträge ausschreiben und Agenten sie erledigen. Sie ist frei erfunden, aber mit allem, was ein Unternehmen hat.
- Dauerhaft in Betrieb genommen. Die Agenten laufen ständig im Hintergrund, auf unserem eigenen Sprachmodell. Es fallen keine Kosten pro Anfrage bei externen Anbietern an, egal wie viel die Agenten arbeiten.
- Die Arbeit sichtbar gemacht. Ein gemeinsames Board zeigt alle Aufgaben, ein begehbares Pixel-Büro jeden Agenten an seinem Schreibtisch mit der Aufgabe, an der er gerade arbeitet. Ein Klick auf eine Figur öffnet ein Auftragsfeld – der Auftrag startet sofort oder wartet auf die Freigabe durch einen Menschen.
Die Lösung im Kern
Aus einem Ziel wird Arbeit, ohne dass jemand die Aufgaben einzeln verteilt.
- Zerlegen: Aus „Herbstaktion vorbereiten“ wurden automatisch vier Aufgaben – Aktionsseite und Newsletter für das Marketing, Antworten auf typische Fragen für den Support, eine Kostenrechnung für die Buchhaltung.
- Verteilen: Jede Aufgabe landet beim Agenten, der dafür zuständig ist. Die Geschäftsführung behält das übergeordnete Ziel und prüft am Ende, ob es erreicht ist.
- Abarbeiten: Die Agenten arbeiten selbstständig im Hintergrund, mehrere gleichzeitig.
- Ehrlich abschließen: Jeder Agent hält im Ergebnis fest, was er erledigt hat und was er nicht prüfen konnte.
Ergebnis
- Die Hermes-Agenten laufen dauerhaft – man sieht der Firma jederzeit beim Arbeiten zu.
- Beim Beispiel Herbstaktion baute der Marketing-Agent selbstständig die Aktionsseite, der Support schrieb fünf Standardantworten für neue Auftraggeber.
- Offene Punkte bleiben sichtbar: Die Aktionsseite ist gebaut, die Freigabe durch die Geschäftsführung steht auf der Karte noch aus.
- Das Büro steht stellvertretend für viele unserer Projekte mit Hermes – nicht als Folie, sondern im Betrieb.
Was wir nicht erwartet hätten
Dass das Büro theoretisch nie aufhört
Werden Ziele immer weiter zerteilt und entstehen aus den Ergebnissen neue Aufgaben, arbeitet das Büro ohne Ende weiter. Das muss man eigens so einrichten, aber es funktioniert. Damit lässt sich grundsätzlich jedes Unternehmen abbilden – gerade digitale Agenturen.
Unsere Empfehlung
Geben Sie Agenten feste Rollen und nur die Werkzeuge, die zur Rolle passen. Eine Rolle, die sich selbst umschreiben darf, passt sich an das an, woran sie gerade scheitert – und ein Agent, der alles kann, arbeitet an der Aufgabe vorbei. Und lassen Sie Agenten, die dauerhaft arbeiten sollen, auf einem eigenen Sprachmodell laufen: Dann kostet jede zusätzliche Aufgabe nichts extra.
Das Prinzip dahinter
Das virtuelle Büro führt eine erfundene Firma vor. Das Prinzip dahinter reicht weiter: Agenten auf einer Plattform wie Hermes dauerhaft mitarbeiten lassen, statt sie nur bei Bedarf zu fragen. Ein Ziel wird in Aufgaben zerlegt, spezialisierte Agenten mit fester Rolle und passenden Werkzeugen arbeiten sie im Hintergrund ab, und Menschen geben frei, was sie freigeben wollen. Das funktioniert genauso für:
- Agenturen, die eine Kampagne auf Text, Gestaltung und Versand verteilen
- Kanzleien und Steuerbüros, in denen eine Anfrage Recherche, Entwurf und Prüfung durchläuft
- Kundenservice mit Eingang, Klärung, Antwort und Nachfassen
- Softwareteams, die Anforderungen in Umsetzung, Test und Dokumentation zerlegen
- Schulungen und Demos, die ein lebendiges Unternehmen zum Üben brauchen
Technischer Rahmen
- Hermes Agent von Nous Research als Agentenplattform
- Acht Agentenprofile mit eigener Rolle, eigenem Gedächtnis und eigener Werkzeugauswahl
- Kanban-Board mit automatischer Zerlegung von Zielen auf die Rollen
- Begehbares Pixel-Büro als eigene Oberfläche
- Sprachmodell Qwen 3.8 27B, selbst betrieben über unser eigenes LLM-Gateway
- Eingebettet in die Demo-Umgebung der BizBox
Eigenentwicklung der KI-Gilde. Die MOLTJOBS GmbH ist eine erfundene Demo-Firma.